Florian Thongsap Welsch
Unter dem Titel »eine wissenschaftliche arbeit, das ist auch nur ein stream of consciousness mit satzzeichen. « veröffentlichte Florian Thongsap Welsch zum Abschluss des Rostocker Schauspielstudiums seine Diplomarbeit, in welcher er ein Interview aus dem Jahr 2038 abdruckte, das 2 Dekaden in die Vergangenheit blickt und zu beschreiben versucht, auf welche Weise er in seinem persönlichen Theaterverständnis nicht nur Agierende auf und hinter der Bühne mit den notwendigen Zuschauenden gleichsetzt, sondern auch den haptischen Raum in unabdingbare Verantwortung in Beziehung zu diesen setzt.
Florian Thongsap Welsch gelang es nicht mit seinen herausragenden Schreibkünsten zu begeistern, trotz zwanzig Seiten Überlänge der Arbeit.
Es folgte die Entscheidung den Beruf des Schauspielers ernsthaft auszuüben. Unter anderem in Dresden.
Höhepunkte seiner Karriere waren das Abwerfen des Publikums mit Äpfeln und Brathähnchen, die lobende Nennung einer Theaterpreislaudatio seines von ihm gespielten einbeinig sterbenden Kükens, sowie sich Stücke übergreifend im Kreis rennend inszenieren zu lassen.
Am Theaterhaus Jena angekommen, fragte er das Publikum bereits nach von ihm vergessenen Requisiten. Jüngst eine Gurke.