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Azeret Koua

Azeret Koua (sie/ihr; 1993* in Detroit, Michigan) wuchs als Third-Culture-Kid in den USA, Deutschland und China auf. Sie studierte zunächst Jura, bis sie sich zur großen Enttäuschung ihrer ivorischen und afroamerikanischen Eltern vom Theater verführen lassen hat.  Nach dem Abbruch ihres Jurastudiums folgten eine Quarter-life Crisis und ein Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Währenddessen inszenierte, assistierte sie und setzte sich fortwährend für inklusives Denken und Handeln im Theater ein.

Nach ihrem Studium assistierte sie am Schauspiel Dortmund und am Residenztheater. In den Spielzeiten 2024/25 und 2025/26 ist sie Teil der künstlerischen Leitung und leitende Regisseurin am Theaterhaus Jena. Ihre erste Inszenierung am Theaterhaus rhapsody war 2025 beim Radikal Jung Festival am Volkstheater München eingeladen. Patrick Wildermann (Der Tagesspiegel) führte Sie bei der Kritiker*innenumfrage im theater heute Jahrbuch 2025 als eine der besten Nachwuchskünstlerinnen.

Auf der Bühne verhandelt sie leidenschaftlich und mit Humor tabuisierte Reibungspunkte der Gesellschaft und Politik. Besonders interessiert sie sich für bisher überhörte und misrepräsentierte Narrative und Sichtweisen. Ihre inszenatorische Arbeit ist stark popkulturell,  musikalisch und vom Surrealismus geprägt. Häufig kreisen ihre Arbeiten um die Suche nach ,,Freiheit" - Freiheit von Systemen, Normen und manchmal von sich selbst. Als Regisseurin arbeitet sie in jeder Produktion mit Quoten: mindestens eine marginalisierte Person je auf und hinter der Bühne. Alibifunktionen und Instrumentalisierung von marginalisierten Personen/Gruppen schließt sie grundlegend aus ihrer Theaterarbeit aus.

Übrigens: Ihre Eltern sind nicht mehr enttäuscht. Hallelujah.

Regie