Vorstellung, in der hoffentlich nichts passiert

Eine »Vorstellung, in der hoffentlich nichts passiert« klingt für den Zuschauer nach Langeweile und für den Schauspieler nach der perfekt gespielten Vorstellung. Wir wollen Ihnen dazu nichts versprechen – aber können wir dieses Versprechen auch halten? Jetse Batelaan tritt an, uns zu beweisen, dass Nichts manchmal ganz schön viel ist.

In diesem vielen Nichts kämpft ein Schauspieler sich auf seine Bühne, verteidigt ein Hausmeister seine vierte Wand, entwickelt eine kleine Schildkröte übermenschliche (oder überschildkrötige?) Kräfte, wird eine Kaffeekanne Kleidungsstück, der Flohwalzer zur Geduldsprobe und wird das Nichts zu einer ganzen Vorstellung. Langweilen Sie sich köstlich, wenn ein Augenblick ins Stocken gerät, ein Detail übersehen wird und der nächste Moment gar nicht stattfindet.

Vorhang auf für diese Liebeserklärung ans Theater für junge Menschen und diejenigen, die sich wieder jung fühlen wollen.

Der niederländische Theaterkünstler Jetse Batelaan gehört zu den wichtigsten Erneuerern und mit seiner ästhetischen Position zu den eigensinnigsten Protagonisten der internationalen Kinder- und Jugendtheaterszene.

Mit freundlicher Unterstützung durch die jenawohnen GmbH. Wir danken dafür.

Besetzung

Von: Jetse Batelaan, Deutsch von Petra Serwe

Mit: Walter Bart und André Hinderlich
Regie: Jetse Batelaan
Einstudierung: Martin Hofstra
Bühne: Hester Jolink
Kostüme: Marike Kamphuis
Licht: Gé Wegman
Künstlerische Beratung: Dorien Folkers, Moniek Merkx

Jenaer Premiere: 30.11.2018
Eine Produktion von Theater Artemis

Trailer

Pressestimmen

»...Selten hat ein Stück – für Kinder ab sieben Jahren, aber auch für Erwachsene eine große Freude – auf so irrwitzige und verblüffende Weise die unaufhaltsamen Kräfte des Theaters freigesetzt. Denn gerade dann, wenn vermeintlich auf der Bühne nichts mehr geht, machen sich die Gedanken selbstständig und übernehmen die Regie. So trifft man auf das oft übersehene Detail, auf den zögerlichen Augenblicken, auf den folgenden oder den toten Moment und auf die Ereignisse, die vor der verschlossenen Tür stehen und auch unbedingt über die Bühne müssen. Und man wohnt Andrés Suche nach sich selbst bei. Das ist großartiges minimalistisches Theater, fantastisch und ausdrucksstark gespielt von den beiden Theaterhaus-Schauspielern, die verdeutlichen, das nicht alles immer Sinn machen muss, aber dennoch sehr viel Spaß machen kann.« [Ulrike Kern, OTZ / TLZ]

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