Artikelbild Sladek (c) Jan Dirk van der Burg

Sladek

nach »Sladek oder Die Schwarze Armee« von Ödön von Horváth mit neuen Texten von Manja Präkels in einer Fassung von Koen Tachelet

Wir befinden uns in der Weimarer Republik, wir befinden uns in 2021. Der Ort ist ein Wald, ein Bunker, eine Stadt. Die Menschen dort heimgesucht von ihrer Vergangenheit oder geschichtsvergessen. Geschichte wiederholt sich und holt ein. Mit seinem Stück »Sladek« widmete sich Ödön von Horváth einem finsteren Kapitel der Weimarer Republik, der Schwarzen Armee. Diese paramilitärischen Ableger der Reichswehr waren frühe Indikatoren für die Greuel, die im Dritten Reich folgen würden. Am Beispiel des Soldaten Sladek erzählt Horváth vom Verlust der Menschlichkeit und der furchterregenden Macht der Gruppe.
In Lizzy Timmers Inszenierung des Stoffs überlagert sich die historische Erzählung mit Vignetten der Gegenwart, Sladek wandert geisterhaft-grotesk durch die Zeiten, eingebunden in das große Räderwerk der Geschichte.

Die Inszenierung ist Teil des dezentralen und interdisziplinären Theaterprojekts »Kein Schlussstrich!«, in dessen Rahmen die Taten und Hintergründe des NSU künstlerisch thematisiert werden. Beteiligt sind neben dem Theaterhaus Jena zahlreiche Partner in fünfzehn Städten.
https://kein-schlussstrich.de
https://www.facebook.com/keinschlussstrich

Besetzung

Von und mit: Dorothea Arnold, Pina Bergemann, Henrike Commichau, Hanneke van der Paardt, Leon PfannenmüllerJonas Steglich
Regie: Lizzy Timmers
Bühne + Licht: Maarten van Otterdijk
Kostüme: Cornelia Stephan
Dramaturgische Beratung: Anne Sonnenfroh, Koen Tachelet

Mit Dank an Carsten Pfeiffer und den VERLAG DAS KULTURELLE GEDÄCHTNIS

Informationen

Schauspiel

Freitag, 25.02.2022, 20:00 Uhr · Hauptbühne

Tickets

18,00 €/9,00 €