La Bohème
nach Giacomo Puccini
Premiere: 12. Mai 2026
»Du wirst niemals eine Oper inszenieren, das ist nicht deine Sparte…« bekommen junge Theatermacher*innen während der Ausbildung oft zu hören. Umso mehr ein Anlass, dieses Genre kritisch zu beleuchten und es den engen Grenzen elitärer Kreise zu entreißen.
Mit einem dynamischen Mash-up aus Oper im Lip-Sync (wenn Performer*innen ihre Lippen synchron zum abgespielten Gesang bewegen), Spoken Word, Hip-Hop, Afrobeat und Schauspiel werden die Themen von Puccinis Hit in die deutsche Gegenwart übersetzt – und auf die Subkulturbühne des Kassablancas gebracht. Wir treffen auf eine Gruppe von Künstler*innen, Aktivist*innen und Migrant*innen in einem fiktiven gentrifizierten Viertel, die nicht nur um Liebe und künstlerische Freiheit kämpfen müssen, sondern auch um Anerkennung ihrer Stimmen in einer Gesellschaft, die sie unsichtbar macht.
Dauer: 115 Minuten
Altersempfehlung: ab 15 Jahre
Trailer
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Das Wort »Bohème« war seit dem Mittelalter ein abwertender französische Begriff für Romn*ja, die angeblich aus Böhmen (im heutigen Tschechien) kamen und ihre nomadische, romantisierte Lebensweise außerhalb der gesellschaftlichen Norm zelebrierten. Dass Armut und Heimatlosigkeit aus struktureller Diskriminierung stammen, wurde gerade in der Umdeutung des Begriffs im frühen neunzehnten Jahrhundert verschwiegen: Der Begriff »Bohème« für die Bewohner des Pariser Quartier Latin wurde zum Synonym für Armut als Lebenskunst und Heimatlosigkeit als innere Haltung. Dieses romantisierte Bild beschreibt Henri Murger im 1851 erschienenes Werk »Scènes de la vie de bohème«, die Grundlage von Puccinis 1896 uraufgeführter Oper.
Content-Note
Diese Aufführung enthält Darstellungen von Erbrechen sowie entsprechende Geräusch- und Spielsituationen, die als belastend oder unangenehm empfunden werden können.
Es kommt ein Stroboskop-Licht zum Einsatz, das epileptische Anfälle auslösen kann.
Termine
Derzeit keine Termine.
Team
Es spielen: Saba Hosseini, Ioana Nițulescu, Luana Velis, Florian Thongsap Welsch, Mona Louisa-Melinka Hempel
Regie und Konzept: Tamira Kalmbach
Sound Design: Rachel Oker
Ausstattung: Elizaveta Veprinskaya
Lipsync-Coach / Outside Eye: Lucas Guigonis
Regieassistenz: Elisa Szakinnis
Dramaturgie: Daniele Szeredy
Altersempfehlung: ab 15 Jahre
Mona Louisa-Melinka Hempel