Kerstin Lenhart

studierte Theaterwissenschaft, Sozialpädagogik und Kriminologie. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie zunächst als Regieassistentin am Schauspiel Frankfurt, wo 2005 ihre ersten eigenen Regiearbeiten entstanden. Es folgten Produktionen unter anderem am Stadttheater Osnabrück, dem Maxim Gorki Theater, den Sophiensaelen Berlin, den Städtischen Bühnen Heidelberg, dem brut Wien, dem HAU Berlin und dem Theater Bielefeld. In ihren Inszenierungen untersucht sie immer wieder das Verhältnis des Einzelnen zur Geschichte und dessen Stellung in der Gesellschaft. Dieses Interesse schlägt sich auch bei ihren Arbeiten mit nichtprofessionellen Darstellern nieder, beispielsweise in dem Stück »Because of the situation«, in dem sich sechs Berliner Jugendliche und zwei professionelle Schauspieler mit dem Verhältnis zwischen ihrer Lebenswirklichkeit und dem Nah-Ost-Konflikt auseinandersetzten, sowie in »PUNK ROCK« von Simon Stephens am Theater Bielefeld. In ihrer theaterpädagogischen Arbeit versucht Lenhart, gemeinsam mit den Akteuren, eine performative Sicht auf ihre Lebenswirklichkeit zu erfinden – zum Beispiel am Reuterkieztheater, einer soziokulturellen Theaterinitiative für Laien in Berlin Neukölln, in dem sie von 2008 bis 2010 als Co-Leiterin tätig war.
Seit der Spielzeit 2011 ist sie Leiterin des Jugendhauses am Theaterhaus Jena.

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