»Eduard Rosenthal – Fragmente eines Lebens«

Filmpremiere

Mit Blick auf das im Mai 2020 anstehende Jubiläum der Verschmelzung der einstigen Fürstentümer zu einem demokratischen Land Thüringen und Eduard Rosenthal als »Vater« der thüringischen Landesverfassung entstand eine filmische Dokumentation, die in dieser Form erstmals die Lebensleistung und die bis heute nachwirkenden Einflüsse seines Wirkens sichtbar macht.

Im Mittelpunkt des Films steht der Mensch Eduard Rosenthal, seine gewinnende Persönlichkeit. Er war ein umfassend gebildeter Jurist mit starkem Interesse für Geschichte, Literatur und Kunst und ein sozial orientierter Denker, ein Mann, dem die Arbeit am Schreibtisch nicht genügte, und der aktiv zum Wohle der Stadt Jena und des Landes Thüringen wirkte. Er beriet Ernst Abbe bei der Erarbeitung des Statuts der Carl-Zeiss-Stiftung, versah zweimal das Amt des Prorektors der Universität, war Mitbegründer und Vorsitzender des Lesehallenvereins und des Kunstvereins und vertrat ab 1909 die Universität im sachsen-weimarischen Landtag. Als sich die einstigen thüringischen Fürstentümer zu einem Freistaat Thüringen zusammenschlossen, bekam er, der sich bestens in Rechtsgeschichte und Staatsrecht auskannte, den Auftrag, einen Entwurf der neuen Landesverfassung vorzulegen. Eduard Rosenthal war Ehrenbürger der Stadt Jena und Ehrendoktor der Jenaer Universität. Doch schon wenige Jahre nach seinem Tod 1926 versuchten die Nationalsozialisten, sein Andenken auszulöschen.
Anhand von Reden und Briefen entwirft der Film ein lebendiges Porträt Eduard Rosenthals. Seine Herzenswärme, seine in Jena sprichwörtliche Hilfsbereitschaft und sein feiner Humor werden den Zuschauern nahe gebracht. Mit dokumentarisch-filmischen Mitteln soll ein Beitrag zur Rückkehr von Eduard Rosenthal ins kulturelle Gedächtnis der Stadt Jena und des Landes Thüringens geleistet werden.

Regie, Kamera und Produktion: Torsten Eckold
Autor: Dietmar Ebert
Schnitt: Torsten Cott
Sprecher: Max Landgrebe, Ulrich Matthes, Klara Pfeiffer
Filmmusik und Sounddesign: Kay Kalytta
Musiker: Camelia und Marius Sima

Förderer:
Thüringer Filmförderung, Landtag des Freistaats Thüringen, Thüringer Staatskanzlei, JenaKultur, Ernst-Abbe-Stiftung, Carl Zeiss AG, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Beauftragte für Migration und Integration der Stadt Jena, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Jena, jenawohnen GmbH, Landeszentrale für politische Bildung Thüringen.

 

Aufführungen

Derzeit stehen keine Aufführungstermine fest.