von Antje Schupp

In einem Land, das die Verbrechen des NSU-Komplex nie lückenlos aufgeklärt hat, in dem das Morden weitergeht und rechte Positionen als Meinung der Mitte der Gesellschaft verkauft werden, spielt die sogenannte »schweigende Mehrheit« eine wichtige Rolle in der Legitimation dieser Strukturen. Gerne wird mit dem Finger auf andere gezeigt, aber gemeint sind Du und ich. Es stellt sich die einfache Frage: schweigen wir tatsächlich? Welche Rolle spielen wir in dieser Geschichte? Und was wäre, wenn Mut das Schweigen ersetzt?
Diese Transformation hin zu einer widersprechenden Mehrheit wird künstlerisch in drei Schritten vollzogen und jeweils unterschiedlich erfahren: 1) individuell 2) in Gruppen 3) als deutschlandweite Aktion. Jeder Teil funktioniert unabhängig voneinander, zusammen ergibt sich ein größeres Bild.

»Die mutige Mehrheit« ist in dreiteiliges Projekt, für dessen Konzeption Antje Schupp im Juni 2021 mit dem Jakob-Michael-Reinhold-Lenzpreis für Dramatik der Stadt Jena ausgezeichnet worden ist und dessen Realisation als Koproduktion von Theaterhaus Jena und JenaKultur im Rahmen des dezentralen Theaterprojekts KEIN SCHLUSSSTRICH erfolgt.

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»Die mutige Mehrheit« ist Bestandteil des dezentralen Theaterprojekts KEIN! SCHLUSSSTRICH und in Kooperation mit JenaKultur und LICHT INS DUNKEL e.V. entstanden. Premiumpartner: Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH.