Theaterhaus Jena //Gesellschaftslabor #3

Lieber Thomas Nitzsche // Offener Brief an den Oberbürgermeister der Stadt Jena

Theaterhaus Jena //Gesellschaftslabor #2

Auto-Theater

Hier finden Sie den zweiten Kurzfilm unseres Anderthalb-Meter-Gesellschaftslabors © Thomas Taube:

Theaterhaus Jena //Gesellschaftslabor #1

Der Zaun

Hier finden Sie den ersten Kurzfilm unseres Anderthalb-Meter-Gesellschaftslabors © Thomas Taube:

Anderthalb-Meter-Gesellschaftslabor #1

Theaterhaus Jena //Lesekreis #5

Theaterhaus Jena Lesekreis #5 »Bach und ich« von Maarten 't Hart lässt Bachs Werk zumindest im Kopf erklingen und Erinnerungen an »Bach – Tanztheater zu den Goldberg-Variationen« aufkommen.

»Bach und ich« ist zunächst einmal exakt, was der Titel verspricht: Eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem Komponisten. Maarten 't Hart verbindet eine lange Beziehung mit Bach, was in seiner immensen Kenntnis von dessen Werk und Leben offenbar wird. Was dieses Buch aber wahrlich abhebt von den Werken anderer Bach-Liebhaber*innen (hier sei etwa die Bachbiografie des Dirigenten John Elliott Gardiner hervorgehoben), ist der freudvolle Ton und die Streitfreudigkeit des Autors. Maarten 't Hart fürchtet sich nicht davor, auch mal salopp-humorvoll seine Meinung kundzutun oder in einem Nebensatz die Erkenntnisse der gesamten Bachforschung in Frage zu stellen. Und das Beste – das Buch kommt mit einer CD, die eine Auswahl von 't Harts behandelten Werken vorstellt.

Wenn Sie dieses Buch lesen wollen, bestellen Sie es doch bei einem lokalen Buchhändler, etwa der Jenaer Bücherstube, die direkt an Ihre Haustür liefert und Ihre Unterstützung dringender braucht als Amazon. Viel Spaß beim Lesen.

Theaterhaus Jena //Lesekreis #4

»Ausgerechnet Deutschland« von Wladimir Kaminer weckt Erinnerungen an »hätte hätte Fahrradkette«, das Sommerspektakel 2019.

Wladimir Kaminer beschreibt in seinem in viele kleine Episoden unterteilten Buch von den 2015 in Deutschland ankommenden Syrern und ihren ersten Schritten im System, das wir Deutschland nennen. Leicht und gewitzt handelt »Ausgerechnet Deutschland« von Missverständnissen, kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschieden und von Kaminers eigener Migrationsbiografie. Dabei ist er weit entfernt von einer Problembeschreibung oder Überoptimismus – es geht um seinen eigenen Blick auf die »neuen Deutschen« und die Geschichten, welche sie mitbringen. Nicht zuletzt geht die Absurdität der Nachklänge von 2015 ja auch von der Gesellschaft aus, in die sich integriert werden soll – bezeichnend dafür ist die Episode, in der die Syrer beim Casting für »Homeland« kollektiv abgelehnt und durch Albaner ersetzt werden, die »syrischer aussehen«. Das ist zum Lachen und zum Weinen zugleich und auf einer Mikroebene bezeichnend für die gesamte Geflüchtetendebatte.

Wenn Sie dieses Buch lesen wollen, bestellen Sie es doch bei einem lokalen Buchhändler, etwa der Jenaer Bücherstube, die direkt an Ihre Haustür liefert und Ihre Unterstützung dringender braucht als Amazon. Viel Spaß beim Lesen.