Ausschreibung des JMR Lenz-Preises für neue Dramatik der Stadt Jena 2027
Im Jahr 2027 wird der JMR Lenz-Preis für Dramatik der Stadt Jena zum zehnten Mal vergeben. Dafür suchen wir neue dramatische Arbeiten in unterschiedlichen Stadien ihrer Entstehung: Ideen, Skizzen, Textentwürfe und Auszüge aus bereits weiterentwickelten Stücken.
Der Jakob-Michael-Reinhold-Lenz-Preis wurde 1996 ins Leben gerufen und erstmals 1997 vergeben. Seitdem hat er unterschiedliche Formen der Förderung und Auswahl erprobt – vom offenen Stückewettbewerb über thematische Ausschreibungen bis hin zu Schreibwerkstätten und projektbezogenen Verfahren. Mit der Ausschreibung 2027 wird der Preis erneut als offener Wettbewerb für neue dramatische Arbeiten ausgeschrieben.
Erstmals erfolgt die Vergabe des Jakob-Michael-Reinhold-Lenz-Preises anonymisiert. Textauszüge und Exposés werden der Jury ohne Angaben zur Person der Autor*in vorgelegt. So möchten wir vor allem nicht etablierte Schreiber*innen ermutigen, ihre Entwürfe einzureichen. Auch Texte, die in kollektiver Autor*innenschaft entstehen und weiterentwickelt werden, dürfen eingereicht werden. Die Hauptsprache des Textes soll Deutsch sein, jedoch begrüßen wir auch mehrsprachige Einreichungen. Es gibt keine thematischen Vorgaben. Die eingereichten Texte oder Auszüge sollen unveröffentlicht sein und deren Uraufführung ausstehen.
Jury und Entscheidungsverfahren
Die Jury besteht aus fünf Mitgliedern:
- Vernesa Berbo (Schauspielerin, Musikerin und Autorin)
- Caren Jeß (Dramatikerin und Schriftstellerin)
- Kinga Tóth (Autorin, Visuell- und Klangpoetin, Illustratorin und Performancekünstlerin)
- Birgit Liebold (Unternehmenskommunikation, JenaKultur)
- Daniele Szeredy (Regisseur und Künstlerischer Geschäftsführer am Theaterhaus Jena)
Die Jury wählt aus allen Einreichungen drei bis vier nominierte Texte aus.
Die Autor*innen der nominierten Texte werden im Mai 2027 nach Jena eingeladen, wo im Rahmen einer szenischen Lesung ihre Texte vorgestellt werden. Aus diesen wählt die Jury die Preisträger*in des JMR-Lenz Preises 2027.
Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert, wobei ein Teil des Preisgeldes erst nach der Fertigstellung des Textes ausgezahlt wird. Die Fertigstellung soll bis Dezember 2027 erfolgen. Für die Weiterentwicklung und -Arbeit am Text sind eine dramaturgische Betreuung vonseiten des Theaterhauses und drei Kurzaufenthalte in Jena zwischen August und Dezember 2027 vorgesehen. Darüber hinaus besteht die Absicht einer Uraufführung des ausgezeichneten Stücks am Theaterhaus Jena.
Die anderen eingeladenen Autor*innen erhalten einen Nominierungspreis in Höhe von 1.500 Euro.
Einreichung
Eingereicht werden zwei getrennte PDF-Dateien:
- Die erste Datei besteht aus einem Textauszug bzw. Textentwurf von max. 10 Seiten aus der einzureichenden dramatischen Arbeit sowie einem Exposé von max. 1 Seite. Die Gestaltung der Einreichung ist den Bewerber*innen überlassen. Das gesamte Dokument muss anonymisiert sein und darf weder den Namen der Autor*in(nen) noch Angaben, Bilder oder sonstige Hinweise enthalten, die Rückschlüsse auf die einreichende Person(en) zulassen. Nicht ausreichend anonymisierte Einreichungen werden nicht berücksichtigt. Diese Datei soll „L_TEXT_Arbeitstitel“ genannt werden.
- Die zweite Datei besteht aus den Kontaktdaten und einem kurzen Lebenslauf der einreichenden Person(en) von max. 1 Seite. Diese Datei wird der Jury erst nach Abschluss der anonymisierten ersten Auswahlrunde zugänglich gemacht. Diese Datei soll „L_KONTAKT_Arbeitstitel“ genannt werden.
Beide Dateien sind bis einschließlich dem 03. Januar 2027 per Mail an BewerbungLenz27@theaterhaus-jena.de zu senden.
Um die Anonymität der Bewerber*innen zu bewahren und einen fairen Auswahlprozess zu ermöglichen, ist in der ersten Runde kein Raum für Rückfragen vorhanden. Mails mit Fragen werden daher nicht beantwortet.
Wir freuen uns auf die Einsendungen!