BACH (c) Jan Dirk van der Burg

BACH – Tanztheater zu den Goldberg-Variationen

Ein Cembalo steht einsam im Bühnenraum. Ein Musiker beginnt zu spielen. Das Werk ist bekannt, verzeichnet als Nummer 988 im Bachwerkeverzeichnis. Es schwebt durch den Raum, leicht, brillant, und ein Zyklus setzt sich in Bewegung. Tanz und Theater verzahnen sich, sinnlich geleitet von diesem Werk Nummer 988 eröffnet sich eine Tür in ein Gestern und ein Morgen zugleich. Es könnte ein Märchen sein, die Geschichte des Grafen, der sich von Bach ein Stück Musik gegen die Schlaflosigkeit, welche ihn plagt, schreiben lässt. Es könnte ebenfalls ein Märchen sein, dass dieses Stück Musik den Grafen tatsächlich zur Ruhe kommen lässt, und märchenhaft ist definitiv die Bezahlung in 100 Louis d‘or, reinen Goldmünzen also. Welches Märchen aber denkt sich dann der Graf aus, wenn er zuletzt im Schlummer versinkt?
Lizzy Timmers entwirft in »BACH« zusammen mit den Musikern George van Dam und Simon Lenski und der Schauspielerin Henrike Commichau zweierlei Blickführungen, die eine in die Geschichte, die andere in die aus Bach entstehende Utopie, den träumerischen Raum. Dabei spielt sie mit den Formen, verschmilzt Tanz und Theater zu einem sinnlichen Erlebnis rund um die Goldberg-Variationen.

Eöffnungsproduktion des Tanzfestivals »Theater in Bewegung«
Mit Unterstützung der needcompany

Besetzung

Von und mit: Henrike Commichau, Simon Lenski, George van Dam
Konzept: George van Dam, Simon Lenski, Lizzy Timmers
Regie: Lizzy Timmers
Bühne: Maarten van Otterdijk
Kostüme: Cornelia Stephan
Dramaturgie: Thorben Meißner