Zur Wartburg (c) Joachim Dette

Am 23. und 24.10. präsentieren wir wieder »Zur Wartburg«. Beide Vorstellungen sind ausverkauft. Die nächsten Vorstellungen finden im Dezember statt, der Vorverkauf dafür hat begonnen.

Liebes Publikum,
wir haben es euch schon im Frühjahr gesagt, aber hier noch einmal: wir haben euch vermisst. Umso besser fühlt es sich an, jetzt wieder Vorstellungen zu planen, das Spielen wieder zu entdecken und aufzutreten. Auch wenn diese Spielzeit in manchen Details anders als vorherige verlaufen wird, insgesamt werden wir uns nicht unterkriegen lassen. Was sind schon anderthalb Meter gegen eure Abwesenheit?
In der ersten Hälfte unserer Spielzeit stellen wir uns die Frage nach den Wahrheiten. Denn während eine kleine Minderheit die mediale Öffentlichkeit vor sich hertreibt und für sich in Anspruch nimmt, Erleuchtung durch eine Mannheimer Aluhutikone und einen veganen Verschwörungstheoristen gefunden zu haben, stellen wir wieder einmal fest: »Unwissenheit ist Stärke!« Dieses Dogma aus George Orwells »1984« findet sich an mehreren Stellen in der Spielzeit wieder. Es findet sich in den Verschwörungserzählungen der »Wartburg« ebenso wieder wie in der Suche nach der individuellen Wahrheit in »Stadt der Engel«. »Der Mann, der alles weiß« zeigt schon Kindern ab 4 Jahren, dass er

vor allem gut behaupten kann, alles zu wissen, und dadurch an Überzeugungskraft zulegt. Das soll aber nicht heißen, dass dies eine düstere Spielzeit werden wird. Vielmehr versuchen wir mit den Mitteln des Spiels und des Humors dem Wahnsinn, der sich Gegenwart nennt, entgegenzuwirken. Die Gäste der »Wartburg« versuchen eben auch, ihre Unterschiedlichkeit in der Wahrnehmung der Welt zu überwinden. Christa Wolfs Protagonistin in »Stadt der Engel« versucht, ihr Verhältnis zur Wahrheit aufzuarbeiten. »Der Mann, der alles weiß» wird von seinem Publikum durchschaut. Und zuletzt zeigt sich ein Horizont der Hoffnung auch in »Musik«, wenn in der historischen Rücksicht plötzlich klar wird, dass Unverständnis zu Verständnis werden kann, wie es etwa im Fall der Kanonisierung von Werken wie Stravinskys »Le sacre du printemps« erfolgt ist.
Das Theaterhaus startet in diese Spielzeit mit Freude und mit Hoffnungen, mit Fragen an die Gegenwart wie die Vergangenheit und mit dem festen Glauben daran, dass man manchmal, wenn es dunkel scheint, einfach das Licht anmachen muss.

Corona und kein Ende – was beim Besuch unseres Hauses zu beachten ist:

  • Das Haus öffnet eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn. Nachdem Sie Ihr Datenerfassungsblatt abgegeben und Ihre Eintrittskarte vorgezeigt haben, können Sie gleich den Bühnen- und Zuschauerraum betreten.
  • Tickets erhalten Sie nur noch online über unsere Website oder in der Tourist-Information Jena. Eventuelle Restkarten erhalten Sie an der Abendkasse.
  • Füllen Sie das Formular der Datenerfassung am besten schon vor dem Besuch unseres Hauses aus und geben Sie es im Kassenbereich ab. Das Formular finden Sie als PDF zum Herunterladen weiter unten.
  • Menschen mit Symptomen einer Corona-Erkrankung dürfen das Haus nicht betreten.
  • Es gilt im ganzen Haus und während Ihres gesamten Aufenthaltes die Pflicht zum Tragen einer Mund- und Nasenbedeckung.
  • Bitte halten Sie einen Abstand von mindestens 1,5 Meter voneinander ein, dies gilt besonders beim Betreten und Verlassen des Zuschauerraumes.
  • Bitte nehmen Sie Ihre Garderobe mit an Ihren Platz.
  • Bitte verrücken Sie weder Stühle noch Tische, die Abstände sind abgemessen und dienen Ihrer Sicherheit.

Diese Grundregeln entsprechen den Sicherheitsauflagen, unter denen uns das Gesundheitsamt der Stadt Jena die Eröffnung des Spielbetriebes gestattet hat.