Gespräch mit Regisseur Hannes Weiler zu PROMETHEUS, erschienen am 13.10.2017 in der Ostthüringer Zeitung

… Für Weiler ist dieser Blick hinter das Gefüge der Figuren wichtig und spannend, denn Mythen stehen für ihn nur scheinbar fest, tatsächlich sind sie widersprüchlich, stammen aus unterschiedlichen Quellen und sind ein vom Menschen schlüssig gemachtes Konstrukt, das jederzeit umgeschrieben werden kann. Damit sind sie ähnlich beliebig wie etwa die derzeit gern zitierten Schlagworte Identität oder Leitkultur. „Es gibt keine Natur der Dinge und keine Natur des Menschen“, sagt Weiler. Die könnten sich anders formulieren und sich eine neue Zukunft schaffen. Wenn der Zuschauer erkenne, wie sehr er selbst in mythischen Strukturen verhaftet ist und dass es nur an ihm liegt, dies zu ändern, wäre seine Inszenierung erfolgreich. Unterhaltsam sei sie allemal. heißt es in einem Gespräch mit Hannes Weiler, welches Stefanie Grießbach mit dem Regisseur der aktuellen Theaterhaus-Produktion PROMETHEUS für die OTZ geführt hat. Den vollständigen Text finden Sie hier: