Körper + Film: Dreimal war in der letzten Spielzeit im Malsaal ein Filmstoff der Ausgangspunkt für die Inszenierung von schrägen Geschichten zum Thema KÖRPER in ungewöhnlichen Formaten. Jetzt sind bis zum Jahresende zwei Teile noch einmal zu sehen.
ZELLULOID 3: SHORTBUS nach John Cameron Mitchell
Körper + Pornografie: „Dieser Club ist in den letzten Jahren richtig abgegangen, seit wieder mehr junge Leute in die Stadt ziehen. Der 11. September war das einzig Reale, was ihnen je passiert ist. Deshalb kommen alle nach New York.“ Und suchen den für sie wahren, realen Moment: Sofia, die Paartherapeutin, die sich wünscht, endlich ihren ersten Orgasmus zu erleben. James, der von seinem Freund Jamie so geliebt wird, dass er glaubt, diese Liebe nur aushalten zu können, indem er sich umbringt. Jamie, der als Kind ein Filmstar war und es braucht, alle zu lieben. Severine, die vereinsamte Domina, die noch nie eine richtige Beziehung hatte. Ihre Liebes- und Lebenskrisengeschichten schwingen zwischen Einsamkeit und dem Versuch, Verstand, Lust und Liebe in Einklang zu bringen. Und sie laufen alle in einem Punkt zusammen: im Shortbus, einer bizarren Kombination aus Varieté und Swinger-Club.
Ronny Jakubaschk zeigt mit »Shortbus« seine erste Arbeit am Theaterhaus. Er inszenierte bisher u.a. am Maxim Gorki Theater Berlin »Der dickste Pinguin vom Pol« von Ulrich Hub und »Auf der Sonnenseite – ein Abend mit Liedern von Manfred Krug«. Seine Inszenierung von Ödön von Horváths »Glaube, Liebe, Hoffnung« ist zum Festival Radikal Jung 2009 nach München eingeladen.
Mit: Julian Hackenberg, Vera von Gunten Regie: Ronny Jakubaschk Bühne und Kostüme: Matthias Koch Dramaturgie: Christin Bahnert
Premiere: 16. April 2009, 20:00 Uhr, Malsaal
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